Lebensmittelverschwendung nimmt ab

Der organisierte Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland arbeitet nach eigenen Angaben weiter intensiv daran, Nahrungsmittelverluste in Supermärkten, Discountern und SB-Warenhäusern zu reduzieren. Die Menge der Produkte, die im Jahr 2019 nicht mehr verkauft werden konnte, lag bei 418.000 Tonnen. Zieht man die Spenden an karitative Einrichtungen ab, wurden nur noch 290.000 Tonnen einer Abfallverwertung zugeführt.

Diese Daten gehören zu den Kernbefunden einer aktuellen Erfassung von Nahrungsmittelabfällen im deutschen Lebensmitteleinzelhandel. Die Untersuchung wurde vom bundeseigenen Johann Heinrich von Thünen-Institut im Rahmen des Dialogforums Groß- und Einzelhandel zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung durchgeführt. Der Monitoring-Bericht wurde kürzlich zur Halbzeitbilanz des Forums veröffentlicht.

Das Dialogforum Groß- und Einzelhandel ist Teil der vom Bundeskabinett 2019 verabschiedeten Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung. Das Forum bietet Groß- und Einzelhandelsunternehmen in Deutschland eine Plattform für ihr gemeinsames Engagement zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung.

Das Vorhaben läuft zunächst bis August 2022 und wird vom Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production (CSCP) in Zusammenarbeit mit dem Johann Heinrich von Thünen-Institut durchgeführt. Die Förderung des Vorhabens erfolgt aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Der Monitoring-Bericht des Thünen-Instituts stellt die im Rahmen des Dialogforums erhobenen Daten zu Nahrungsmittelverlusten im deutschen Lebensmittelhandel für das Jahr 2019 dar. Dabei wird unterschieden zwischen dem organisierten Lebensmitteleinzelhandel, dazu zählen Supermärkte, Discounter, Verbrauchermärkte bzw. SB-Warenhäuser, sowie anderen Betriebstypen und Vertriebsformen des Lebensmitteleinzelhandels. Das sind: Drogeriemärkte, Bäckereien, Fleischereien, Tankstellen, Wochenmärkte, Verkaufsstände, der Getränkehandel und der Onlinehandel.

Weiterführende Informationen

Monitoring-Bericht der Lebensmittelabfälle im Groß- und Einzelhandel in Deutschland 2019

Der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels e. V. (BVLH) ist im Handelsverband Deutschland (HDE) der Fachverband für die Lebensmittelarbeit. Er vertritt die lebensmittelpolitischen Interessen der Handelsunternehmen gegenüber Gesetzgebung, Behörden und Öffentlichkeit. Auf diesem Gebiet ist der BVLH der Ansprechpartner für Politik, Medien, Verbraucherorganisationen und die Verbände der vorgelagerten Wirtschaftsstufen.

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